Kleines Müff

Mein Sohn hat einen wunderschönen Namen. Wenn man es genau nimmt, hat er sogar mehr als einen, denn wir haben ihm auch einen Zweitnamen gegönnt. Familienintern hat er sogar noch viel mehr Namen.

Vor seiner Geburt etwa, als wir noch nicht wussten, dass es ein Junge wird, da haben wir von unserem kleinen Schnabeltier gesprochen. Denn auf einem der ersten Ultraschallbilder sah es aus, als wenn ein kleines Tier mit riesigem Schnabel in meinem Bauch heranwächst. Zum Glück hat der Sohnemann keinen Schnabel und auch seine Nase ist entzückend stupsig. Aber zurück zu den Namen.

Inzwischen sechs Monate alt wird der Sohn von mir ziemlich oft als „Spatz“ bezeichnet. Das führt allerdings manchmal zu Irritationen, da ich den Mann gelegentlich „Schatz“ nenne und ab und zu durcheinander komme. Gerne genommen, oft auch mit genervtem Unterton, werden „Sabber-Fred“ (von mir) und „Spucki“ (vom Gatten). Wann und warum erschließt sich vermutlich selber.

Selbst erklärend ist auch der Name, der zum Titel dieses Blogs geworden ist. „Kleines Müff“ nenne ich meinen Sohn immer dann, wenn es mal wieder verdächtig aus seiner Büx müffelt. Ich hatte als kleines Kind einen ähnlichen Kosenamen: Meine Oma nannte mich immer „min Schieterle“ (man merkt, dass wir aus Norddeutschland kommen). Mein Sohn jedenfalls freut sich jedes Mal einen Keks, wenn ich ihn als kleines Müff bezeichne und strahlt mich aus seinen blauen Kulleraugen an.

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4 Gedanken zu “Kleines Müff

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